Leave Your Message
MCB und RCD: Die richtige Reihenfolge finden
Blogs

MCB und RCD: Die richtige Reihenfolge finden

18.04.2026

Bei Niederspannungsverteilungen geht es weniger darum, welches Gerät wichtiger ist, sondern vielmehr darum, wie jedes einzelne in die Schutzstrategie passt. Ein Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) schützt einen Stromkreis vor Überlastung und Kurzschluss, während ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) Erdschlüsse erkennt und die Versorgung bei gefährlicher Stromungleichverteilung unterbricht. Da sie unterschiedliche Funktionen erfüllen, hängt ihre Anordnung von der Anwendung und der Auslegung des Verteilerkastens ab. In vielen Installationen werden die Geräte gemeinsam und nicht als Ersatz füreinander eingesetzt.

MCB-and-RCD.jpg

Eine nützliche Faustregel besagt, dass ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) den Überstromschutz nicht ersetzt. Er wird üblicherweise in Reihe mit einem Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) oder einer Sicherung geschaltet, sodass sowohl Fehlerstrom- als auch Überstromschutz abgedeckt sind. In vielen Endstromkreisen befindet sich der FI-Schalter vorgeschaltet, während die LS-Schalter die einzelnen abgehenden Stromkreise absichern. In anderen Fällen vereint ein Fehlerstromschutzschalter mit Überstromschutz (FI-Schalter mit Überstromschutz) beide Funktionen in einem Gerät, was die Platine vereinfacht und die separate Abstimmung zweier Komponenten für diesen Stromkreis überflüssig macht.

 

Entscheidend ist die Koordination. Bei in Reihe geschalteten Schutzeinrichtungen ist die Selektivität wichtig, da die nachgeschaltete Einrichtung den Fehler nach Möglichkeit zuerst beheben sollte. Dies hilft, unnötige Auslösungen zu vermeiden und die Systemstabilität zu erhöhen. Daher ist es ratsam, vor der endgültigen Festlegung des Layouts die Stromkreislast, den Fehlerstrom und den erforderlichen Schutzgrad zu berücksichtigen.

 

Bei GACIA verfolgen wir beim Schutz von Stromkreisen einen praxisorientierten Ansatz. Unsere Leitungsschutzschalter der P-Serie sind für den Einsatz in kompakten Verteilerkästen konzipiert und bieten ein Abschaltvermögen von bis zu 10 kA, Nennströme von 1–63 A sowie eine modulare, kompakte Bauweise für eine platzsparende Installation. Wir berücksichtigen bei der Entwicklung auch die Automatisierung, um eine gleichbleibende Qualität und effiziente Produktion in unserem gesamten Niederspannungsbereich zu gewährleisten. Im Bereich des Fehlerstromschutzes bietet unser Fehlerstromschutzschalter PR8HM ein Kurzschlussausschaltvermögen von 10 kA, 2- und 4-polige Ausführungen sowie Empfindlichkeit gegenüber Fehlerströmen vom Typ A und Wechselstrom. Damit eignet er sich hervorragend für moderne Verteilerkästen.

1.MCB und RCD.png

Der bessere Ansatz besteht darin, die Schutzfunktion bei der Auslegung zu berücksichtigen: Überstromschutz durch den Leitungsschutzschalter (LS-Schalter), Fehlerstromschutz durch den Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) und ein kombinierter Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter), wenn eine integriertere Lösung bevorzugt wird. Bei optimaler Abstimmung ergibt sich so ein sichereres und zuverlässigeres Verteilnetz.